App Store Keyword-Recherche: So findest du die richtigen Keywords
App Store Keyword-Recherche: So findest du die richtigen Keywords
Über 65 % der App-Downloads entstehen durch organische Suche — aber nur wer die richtigen Keywords belegt, wird gefunden. Die meisten Apps optimieren auf 5–10 Keywords, obwohl iOS allein 100 Zeichen im Keyword-Feld bietet und Titel plus Subtitle jeweils noch einmal 30 Zeichen hinzukommen. Wer diese Fläche ungenutzt lässt, verschenkt organische Reichweite, die kein Paid-Budget ersetzen kann. Diese Anleitung zeigt dir, wie du systematisch die richtigen Keywords für deine App findest, bewertest und einsetzt.
Das Wichtigste in Kürze
- Über 65 % aller App-Downloads entstehen durch organische Store-Suche — App Store Keyword-Recherche ist die Grundlage jeder ASO-Strategie.
- Das iOS Keyword-Feld bietet 100 Zeichen Budget; Titel und Subtitle kommen jeweils mit max. 30 Zeichen hinzu — jedes Zeichen zählt.
- Long-tail Keywords haben niedrigeres Suchvolumen, aber deutlich höhere Conversion-Rate, weil die Nutzerabsicht klarer ist.
- Keywords im Titel wirken 3–5× stärker auf das Ranking als Keywords im Keyword-Feld — priorisiere dort dein wichtigstes Keyword.
- Keyword-Optimierung ist kein einmaliges Projekt: Wettbewerber, Trends und Algorithmus-Updates erfordern kontinuierliche Iteration.
Inhaltsverzeichnis
Was ist App Store Keyword-Recherche? {#was-ist-keyword-recherche}
App Store Keyword-Recherche ist der Prozess, mit dem du herausfindest, welche Suchbegriffe potenzielle Nutzer im Apple App Store oder Google Play Store eingeben, wenn sie eine App wie deine suchen. Das Ergebnis dieser Recherche bildet die Grundlage für alle weiteren ASO-Maßnahmen: Du weißt, welche Keywords in deinen Titel gehören, welche ins Keyword-Feld passen und welche langfristig für dich relevant werden könnten.
Der Begriff orientiert sich bewusst an der klassischen SEO-Keyword-Recherche für Websites — die Logik ist ähnlich, die Rahmenbedingungen aber unterschiedlich. App Stores sind geschlossene Suchsysteme mit eigenen Ranking-Algorithmen, eigenen Zeichenbeschränkungen und eigenem Nutzerverhalten. Wer SEO-Methoden 1:1 überträgt, ohne diese Unterschiede zu kennen, verschenkt Potenzial.
Warum Keyword-Recherche der entscheidende Hebel ist
Der App Store ist ein Wettbewerb um Sichtbarkeit. Millionen von Apps konkurrieren um Ranking-Positionen für begrenzte Suchbegriffe. Wer die falschen Keywords wählt — zu breit, zu umkämpft oder schlicht am Nutzer vorbei — bleibt unsichtbar. Wer die richtigen Keywords belegt, erscheint genau dann, wenn ein Nutzer aktiv nach einer Lösung sucht.
Das Besondere: Im Gegensatz zu bezahlter Werbung verursachen organische Ranking-Positionen keine laufenden Kosten. Ein gutes Keyword-Ranking zahlt sich dauerhaft aus, solange du es hältst und pflegst. Das macht die App Store Keyword-Recherche zu einer der kosteneffizientesten Investitionen im App-Marketing.
Was Keyword-Recherche konkret liefert
Am Ende einer sorgfältigen Keyword-Recherche hast du:
- Eine priorisierte Liste von Keywords, sortiert nach Suchvolumen, Wettbewerb und Relevanzbewertung
- Eine klare Zuordnung: welche Keywords in den Titel, welche in den Subtitle und welche ins Keyword-Feld gehören
- Ein Verständnis dafür, welche Keywords deine Wettbewerber belegen und wo Lücken bestehen
- Eine Ausgangsbasis für kontinuierliches Tracking und spätere Iterationen
Diese Ausgangsbasis ist wichtig — denn Keyword-Recherche ist kein einmaliger Akt, sondern der Startpunkt eines dauerhaften Optimierungsprozesses.
Keyword-Typen: Broad Keywords vs. Long-tail Keywords {#keyword-typen}
Nicht alle Keywords sind gleich. In der App Store Keyword-Recherche unterscheidet man typischerweise drei Typen, die sich in Suchvolumen, Wettbewerbsintensität und Conversion-Potenzial deutlich unterscheiden.
Brand Keywords
Brand Keywords sind Suchen nach deinem Markennamen oder dem Namen deiner App — zum Beispiel “Spotify” oder “WISO Steuer”. Diese Suchanfragen kommen von Nutzern, die deine App bereits kennen und gezielt suchen. Das bedeutet: hohes Suchvolumen (wenn deine Marke bekannt genug ist), sehr geringer Wettbewerb von anderen Apps, und extrem hohe Installationsrate, weil der Nutzer bereits überzeugt ist.
Der Nachteil: Brand Keywords helfen dir nur, wenn potenzielle Nutzer dich bereits kennen. Für neue Apps oder Apps in frühen Wachstumsphasen sind Brand Keywords kein Akquisitionskanal, sondern ein Verteidigungskanal — du willst verhindern, dass Wettbewerber deinen Markennamen ranken.
Generic / Broad Keywords
Generic Keywords beschreiben die Kategorie oder Funktion deiner App ohne spezifischen Zusatz — etwa “fitness app”, “buchhaltung” oder “sprachkurs”. Diese Keywords haben sehr hohes Suchvolumen, weil viele Nutzer damit ihre Suche starten. Die Kehrseite: Alle Apps deiner Kategorie kämpfen um dieselben Begriffe. Der Wettbewerb ist entsprechend hart, und die Conversion-Rate ist niedriger, weil die Nutzerabsicht diffus bleibt — “fitness app” sucht jemand, der noch nicht weiß, was er genau will.
Broad Keywords sind sinnvoll, aber nur als Teil einer ausgewogenen Strategie. Wer ausschließlich auf Broad Keywords setzt, kämpft gegen Apps mit weitaus mehr Downloads, Bewertungen und Budget.
Long-tail Keywords
Long-tail Keywords sind spezifische, mehrwortige Suchanfragen wie “fitness app für anfänger ohne geräte” oder “haushaltsbuch app mit kategorien und statistik”. Das Suchvolumen pro einzelnem Term ist niedriger — aber die Nutzerabsicht ist präzise, der Wettbewerb geringer, und die Conversion-Rate deutlich höher. Wer genau das sucht, was deine App bietet, installiert sie auch.
Für die meisten Apps — besonders für Apps in Nischen oder in frühen Wachstumsphasen — sind Long-tail Keywords der schnellste Weg zu messbarer organischer Sichtbarkeit. Statt gegen etablierte Apps für “fitness” zu kämpfen, rankst du für “fitness für zuhause ohne geräte” und gewinnst genau die Nutzer, die du willst.
Die richtige Mischung
Eine ausgewogene Keyword-Strategie kombiniert alle drei Typen:
- Brand Keywords: Sicherung der eigenen Marke, Verteidigung gegen Wettbewerber
- Broad Keywords: 1–2 zentrale Begriffe mit hohem Volumen für langfristigen Aufbau
- Long-tail Keywords: Die Hauptmasse der Keywords für schnelle, messbare Erfolge
Der optimale Ausgangspunkt für jede App sind 3–5 Long-tail Keywords mit mittlerem Wettbewerb, 1–2 Broad Keywords als Langfriststrategie und Brand Keywords zur Markensicherung.
App Store Keyword-Recherche: Schritt für Schritt {#schritt-fuer-schritt}
Die systematische App Store Keyword-Recherche folgt einem klaren Prozess. Dieser Prozess liefert dir am Ende eine priorisierte Liste, die du direkt in deine Store-Metadaten einsetzen kannst.
Schritt 1: Seed-Keywords sammeln
Starte mit einer Liste von 20–30 Ausgangsbegriffen — den sogenannten Seed-Keywords. Diese beschreiben, was deine App tut, welches Problem sie löst und welche Zielgruppe sie anspricht. Quellen für Seed-Keywords:
- Eigene Perspektive: Wie würdest du selbst nach deiner App suchen?
- Nutzerbefragungen: Welche Begriffe verwenden echte Nutzer in Support-Nachrichten und Bewertungen?
- Wettbewerber-Titel und Beschreibungen: Welche Keywords nutzen die Top-Apps deiner Kategorie?
- Store-Autocomplete: Was schlägt der App Store vor, wenn du dein Seed-Keyword eintippst?
- Google Web-Suche: Welche verwandten Begriffe tauchen bei einer Google-Suche auf?
Halte dich in diesem Schritt nicht zurück — sammle erst, bewerbe später. Seed-Keywords müssen noch nicht perfekt sein, sie öffnen die Tür für den nächsten Schritt.
Schritt 2: Keywords erweitern und validieren
Aus deinen 20–30 Seed-Keywords werden jetzt 100–200 potenzielle Keywords. Dafür nutzt du:
- Store-Autocomplete systematisch: Tippe jedes Seed-Keyword in das Suchfeld und notiere alle Vorschläge
- ASO-Tools: Spezialisierte Tools zeigen dir Suchvolumen, Wettbewerbsintensität und Ranking-Schwierigkeit für App-Store-Suchanfragen
- Wettbewerber-Analyse: Analysiere die Metadaten der Top-5-Apps in deiner Kategorie — welche Keywords stecken in deren Titeln und Beschreibungen?
- Kategorie-Browsing: Durchsuche deine App-Store-Kategorie nach Begriffen, die du noch nicht auf dem Schirm hattest
Wichtig: Notiere für jedes Keyword gleichzeitig, ob es eher Broad, Long-tail oder Brand ist — das hilft später bei der Priorisierung.
Schritt 3: Keywords priorisieren
Jetzt bewertest du alle gesammelten Keywords anhand von drei Dimensionen:
- Relevanz (1–10): Trifft dieses Keyword exakt das, was deine App bietet?
- Suchvolumen (niedrig / mittel / hoch): Wie viele Nutzer suchen diesen Begriff?
- Wettbewerb (niedrig / mittel / hoch): Wie stark sind die Apps, die für dieses Keyword ranken?
Das Ziel: Keywords mit hoher Relevanz, mittlerem bis hohem Volumen und möglichst niedrigem Wettbewerb. Diese Kombination ist die “Goldzone” — und sie ist selten. In der Praxis machst du Kompromisse: Entweder akzeptierst du höheren Wettbewerb für mehr Volumen, oder du nimmst niedrigeres Volumen für weniger Wettbewerb in Kauf.
Schritt 4: Keyword-Lücken der Wettbewerber identifizieren
Schau dir gezielt an, für welche Keywords deine Top-Wettbewerber gut ranken — und für welche nicht. Keyword-Lücken sind Keywords, für die:
- deine Wettbewerber noch nicht ranken, obwohl das Suchvolumen relevant ist
- du bereits organisch Traffic bekommst, ohne aktiv dafür optimiert zu haben
- neue App-Store-Kategorien entstehen, die noch nicht besetzt sind
Diese Lücken sind Gold wert. Sie erlauben dir, Ranking-Positionen aufzubauen, bevor der Wettbewerb sie entdeckt.
Schritt 5: Keyword-Liste finalisieren
Am Ende des Prozesses hast du eine finale Liste von 20–30 Keywords, die du nach Platzierung sortierst:
- Titel (1 Keyword, max. 30 Zeichen): Dein wichtigstes primäres Keyword
- Subtitle (1–2 Keywords, max. 30 Zeichen): Ergänzende Keywords, die den Titel unterstützen
- Keyword-Feld / Beschreibung: Die verbleibenden Keywords, priorisiert nach Relevanz und Volumen
Keywords einbauen: Titel, Subtitle und Keyword-Feld {#keywords-einbauen}
Die Keyword-Recherche ist das Fundament — die Umsetzung entscheidet, ob du das Potenzial auch wirklich ausschöpfst. Jedes Metadaten-Feld hat unterschiedliches Ranking-Gewicht und unterschiedliche Zeichenbeschränkungen.
App-Titel: Dein wichtigstes Keyword-Feld
Der App-Titel hat das höchste Ranking-Gewicht in beiden großen Stores. Keywords im Titel ranken 3–5× stärker als Keywords in anderen Feldern — das ist kein Mythos, sondern konsistent beobachtbar in Ranking-Experimenten. Der Titel ist auf max. 30 Zeichen begrenzt (Apple App Store und Google Play).
Nutze diese 30 Zeichen strategisch: Dein primäres Keyword sollte im Titel stehen. Idealerweise steht es am Anfang — Algorithmen und Nutzer lesen von links. Ein guter Titel benennt, was die App tut, enthält das primäre Keyword und ist verständlich. Schlechte Titel sind Keyword-Stuffing ohne Lesbarkeit: Sie schaden dem Vertrauen und werden von Apple abgelehnt.
Beispiel: Statt “App — Fitness, Training, Sport, Gym” lieber “FitTrack: Trainingsplan & Fitness”.
Subtitle (iOS): Der unterschätzte Ranking-Booster
Der Subtitle ist ein iOS-spezifisches Feld, das direkt unter dem Titel erscheint. Er ist ebenfalls auf max. 30 Zeichen begrenzt und hat nach dem Titel das zweitgrößte Ranking-Gewicht im Apple App Store. Viele Apps nutzen den Subtitle rein als Werbebotschaft (“Jetzt kostenlos starten!”) — das ist eine verpasste Chance.
Platziere im Subtitle 1–2 ergänzende Keywords, die du nicht im Titel untergebracht hast. Der Subtitle ergänzt den Titel inhaltlich und erhöht gleichzeitig die Keyword-Abdeckung.
Keyword-Feld (iOS): 100 Zeichen, die zählen
Das iOS Keyword-Feld bietet 100 Zeichen Budget — ausschließlich sichtbar für den App-Store-Algorithmus, nicht für Nutzer. Hier gibst du Keywords kommasepariert ein. Apple-Regeln für das Keyword-Feld:
- Keine Leerzeichen zwischen Keywords (Komma trennt, Leerzeichen kostet Zeichen)
- Keine Begriffe wiederholen, die bereits im Titel oder Subtitle stehen — das ist verschwendetes Budget
- Keine Konkurrenten-Namen verwenden — das verstößt gegen Apple-Guidelines
- Keine generischen Wörter wie “app”, “kostenlos” oder “neu” — diese werden nicht indexiert
- Singular oder Plural genügt — Apple indexiert in der Regel beide Formen, wenn du eine angibst
Mit diesen Regeln kommst du auf durchschnittlich 8–12 Keywords bei voller Ausnutzung der 100 Zeichen.
Beschreibung (Google Play): Indexiert, nicht ignorieren
Bei Google Play gibt es kein separates Keyword-Feld. Stattdessen indexiert der Google-Play-Algorithmus den Beschreibungstext. Das bedeutet: Keywords müssen natürlich in den Fließtext eingebaut werden — sowohl in die Kurzbeschreibung (80 Zeichen, hohes Gewicht) als auch in die Langbeschreibung (4.000 Zeichen).
Faustregel: Das primäre Keyword sollte in der Langbeschreibung 3–5× auftauchen, ohne dass der Text künstlich klingt. Die ersten 250 Zeichen der Langbeschreibung haben das höchste Gewicht.
iOS vs. Google Play: Unterschiede bei der Keyword-Optimierung {#ios-vs-google-play}
App Store Keyword-Recherche funktioniert auf beiden Plattformen nach ähnlichen Grundprinzipien — aber die technische Umsetzung unterscheidet sich erheblich. Wer denselben Text 1:1 auf beiden Plattformen einsetzt, verschenkt Potenzial auf mindestens einer der beiden.
iOS App Store
- Keyword-Feld: 100 Zeichen, exklusiv für Apple-Algorithmus, nicht öffentlich sichtbar
- Titel: Max. 30 Zeichen, höchstes Ranking-Gewicht
- Subtitle: Max. 30 Zeichen, zweitgrößtes Ranking-Gewicht
- Beschreibung: Wird vom iOS-Algorithmus nicht für das Keyword-Ranking indexiert — dient ausschließlich der Conversion
- Update-Zyklus: Keyword-Änderungen wirken nach App-Store-Review (1–3 Tage)
- Indexierungs-Logik: Apple indexiert auch Keywords aus dem App-Namen des Entwicklerkontos
Google Play Store
- Kein separates Keyword-Feld: Keywords müssen in Titel, Kurzbeschreibung und Langbeschreibung eingebaut werden
- Titel: Max. 30 Zeichen, höchstes Ranking-Gewicht
- Kurzbeschreibung: Max. 80 Zeichen, hohes Ranking-Gewicht
- Langbeschreibung: Max. 4.000 Zeichen, wird indexiert; Keyword-Dichte sollte 1–3 % betragen
- Update-Zyklus: Änderungen wirken schneller, oft ohne manuelle Review
- Externe Signale: Google Play bewertet zusätzlich externe Backlinks und Web-Präsenz stärker als Apple
Was das für deine Strategie bedeutet
Führe für iOS und Google Play getrennte Keyword-Listen. Die Recherche-Phase kannst du teilen — aber die Umsetzung muss plattformspezifisch sein. Ein Keyword, das du bei iOS im Keyword-Feld unterbrittst, musst du bei Google Play in die Beschreibung schreiben. Ein Keyword, das du für Google Play in die Kurzbeschreibung packst, hat bei iOS keinen direkten Ranking-Effekt.
Außerdem unterscheiden sich die Nutzer-Suchgewohnheiten leicht zwischen beiden Stores. Prüfe bei der Recherche getrennt für iOS und Android, welche Autocomplete-Vorschläge erscheinen — sie können sich unterscheiden.
Keywords tracken und kontinuierlich optimieren {#tracking}
Die eigentliche Arbeit beginnt nach der initialen Keyword-Optimierung. App-Store-Rankings sind kein stabiler Zustand — sie verändern sich durch Algorithmus-Updates, durch neue Wettbewerber, durch saisonale Schwankungen im Suchvolumen und durch deine eigenen App-Updates.
Was du tracken musst
Für jedes aktiv optimierte Keyword brauchst du folgende Daten:
- Aktuelle Ranking-Position: Auf welchem Platz erscheint deine App bei dieser Suchanfrage?
- Ranking-Verlauf: Wie hat sich die Position in den letzten 30, 60, 90 Tagen verändert?
- Sichtbarkeit: Wie viele Impressionen generiert dieses Keyword pro Woche?
- Conversion: Wie viele dieser Impressionen führen zu Seitenaufrufen, wie viele zu Installs?
Ohne diese Daten optimierst du blind. Du weißt nicht, ob eine Änderung gewirkt hat, ob du gewonnen oder verloren hast und welche Keywords den größten Hebel bieten.
Wie oft solltest du optimieren?
Ein pragmatischer Rhythmus für Keyword-Optimierung:
- Wöchentlich: Ranking-Daten checken, Ausreißer identifizieren
- Monatlich: Keyword-Performance bewerten, schwache Keywords ersetzen, neue Lücken testen
- Quartalsweise: Vollständige Keyword-Recherche wiederholen, Wettbewerber-Analyse aktualisieren
Wichtig: Nach jeder Keyword-Änderung brauchst du mindestens 4–6 Wochen Beobachtungszeit, bevor du Schlüsse ziehst. Rankings brauchen Zeit, um sich zu stabilisieren — wer nach einer Woche wieder ändert, bekommt kein sauberes Datenbild.
Iterieren statt improvisieren
Erfolgreiche Keyword-Optimierung folgt einem klaren Testprozess:
- Hypothese formulieren: “Wenn ich ‘fitness zuhause’ durch ‘heimtraining anfänger’ ersetze, steigt mein Ranking für Long-tail-Suchen.”
- Änderung umsetzen: Eine Variable zur Zeit — nie mehrere Keywords gleichzeitig tauschen.
- Warten: 4–6 Wochen Beobachtungszeit.
- Messen: Hat sich das Ranking verbessert? Hat sich die Sichtbarkeit erhöht? Hat sich die Installationsrate verändert?
- Entscheiden: Änderung behalten oder rückgängig machen.
Dieser Prozess klingt langsam — aber er ist der einzige Weg, um systematisch zu lernen, was für deine App und deine Zielgruppe funktioniert.
Fazit {#fazit}
App Store Keyword-Recherche ist keine einmalige Aufgabe, sondern ein dauerhafter Prozess. Die drei wichtigsten Takeaways:
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Starte mit Long-tail Keywords: Sie bieten den schnellsten Weg zu messbarer Sichtbarkeit, weil der Wettbewerb geringer und die Nutzerabsicht klarer ist. Broad Keywords sind eine Langfriststrategie, keine Sofortmaßnahme.
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Nutze jedes Zeichen deines Keyword-Budgets: iOS gibt dir 100 Zeichen im Keyword-Feld, 30 im Titel und 30 im Subtitle — das sind 160 Zeichen Ranking-Potenzial, die viele Apps nur zur Hälfte ausschöpfen. Jedes verschwendete Zeichen ist organische Reichweite, die du nicht zurückbekommst.
-
Tracke und iteriere systematisch: Keywords, die du nicht trackst, kannst du nicht optimieren. Lege messbare Ziele fest, beobachte Ranking-Veränderungen über mindestens 4–6 Wochen und leite daraus datenbasierte Entscheidungen ab.
Wenn du tiefer in die gesamte ASO-Strategie einsteigen möchtest, findest du alle weiteren Hebel im App Store Optimierung Guide: von Screenshots und Bewertungen über A/B-Tests bis hin zur Conversion-Optimierung.
FAQ {#faq}
Wie finde ich die besten Keywords für meinen App Store Eintrag?
Starte mit 20–30 Seed-Keywords, die beschreiben, was deine App tut und welches Problem sie löst. Erweitere diese Liste mit Store-Autocomplete-Vorschlägen, ASO-Tools und Wettbewerber-Analyse auf 100–200 Kandidaten. Priorisiere dann nach Relevanz, Suchvolumen und Wettbewerbsintensität. Die besten Keywords für deinen Eintrag sind die, die hohe Relevanz für deine Zielgruppe haben, erreichbares Ranking-Potenzial bieten und sich mit deinem vorhandenen Keyword-Budget (iOS: 160 Zeichen gesamt) effizient einsetzen lassen.
Wie viele Keywords sollte ich im App Store optimieren?
Bei iOS hast du 100 Zeichen im Keyword-Feld plus jeweils max. 30 Zeichen in Titel und Subtitle — insgesamt also rund 160 Zeichen für primäre Keyword-Platzierungen. Das reicht bei durchschnittlicher Keyword-Länge für 10–15 einzelne Keywords. Die Qualität der Auswahl ist wichtiger als die Anzahl: 10 gut gewählte, relevante Keywords bringen mehr als 20 beliebige Begriffe, die deine Zielgruppe nie eingibt.
Was ist der Unterschied zwischen iOS und Google Play bei Keywords?
iOS bietet ein dediziertes Keyword-Feld mit 100 Zeichen — nur für den Algorithmus sichtbar, nicht für Nutzer. Die Beschreibung wird bei iOS nicht für das Ranking indexiert. Google Play hat kein separates Keyword-Feld: Alle Keywords müssen natürlich in Kurzbeschreibung (80 Zeichen) und Langbeschreibung (4.000 Zeichen) eingebaut werden, weil der Algorithmus den gesamten Text indexiert. Das bedeutet: Für beide Plattformen brauchst du getrennte Keyword-Strategien und getrennte Texte.
Wie lange dauert es, bis Keyword-Änderungen wirken?
Bei iOS dauert die Indexierung nach einem App-Update und abgeschlossener Review in der Regel 1–3 Tage. Bis sich Ranking-Veränderungen stabil zeigen, solltest du 4–6 Wochen einplanen. Bei Google Play ist der Prozess ähnlich, oft etwas schneller, weil nicht jede Metadaten-Änderung eine manuelle Review durchläuft. Als Faustregel: Teste eine Änderung für mindestens 30 Tage, bevor du die Ergebnisse bewertest und die nächste Anpassung vornimmst.
Store-Sichtbarkeit systematisch verbessern
App-Care beobachtet Keyword-Rankings und Store-Metriken kontinuierlich — und leitet daraus konkrete Optimierungen ab.
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